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Mein Pferd


  • N.essaja W.akanda 
  • Nessi, Mausi, Maus, Zicke, Madame, Pony, Dicke, Fräulein
  • Deutsches Reitpony x Hannoveraner
  • 27. Juni 2009
  • seid August 2009 in meinem Besitz
  • wird derzeit fürs weitere Reitpferdeleben vorbereitet

Nessi ist kaum mit einem Wort zu beschreiben. Sie ist dickköpfig, stur, typisch Stute, liebenswert, trottlelig, dauer rossig und ein Angsthase. Aber dennoch ist sie meine Maus, mein Ein und Alles, mein Lebensmittelpunkt, der Grund, warum ich immer weiter mache, auch wenn sie mich schon so manchesmal zur Weißglut gebracht hat. Ich habe mit diesem Pony schon so viel erlebt, wir haben schon 6 Stallwechsel hinter uns (vom Geburtsstall bis zu ihrem jetzigen) und sind gemeinsam ins schöne Hessenland gezogen. Alles, was sie bis jetzt kann, hat sie von mir gelernt und darauf bin ich unheimlich stolz. 

Zu Anfang war es wirklich nicht einfach mit ihr. Im ersten Stall, einem Aufzuchtplatz mit gleichaltrigen Absetzern, mussten wir schnell feststellen, das sie weder ans Halfter gewöhnt wurde, noch ans führen oder gar einfangen lassen auf der Koppel. Da der Aufzuchtplatz von meinem damaligen Wohnort ca. 60km entfernt lag, konnte ich nur alle 4 Wochen hinfahren. Schnell wurde mir klar, das es so nicht weiter gehen konnte. Durch einen glücklichen Zufall ergab sich aber die Möglichkeit, das Nessi in meine Nähe ziehen konnte. So zog sie also im Mai 2010 in ein Dorf, 20km von meinem Wohnort entfernt, zu einer Warmblutstute in ihrem Alter. Die beiden Verstanden sich prächtig. Sie entwickelt sich dort gut, ließ sich aber immer noch nicht auf der Weide einfangen. Schon im Juli 2010 stand der nächste Umzug an, da sich im dortigen Stall erhebliche differenzen mit dem Stallbesitzer ergeben haben (Longieren aus Asphalt finde ich ganz und garnicht lustig ).

In Stall Nr. 3 machte Nessi schon bald eine 180° Wendung. Nachdem sie sich gut eingelebt und ihren Meister gefunden hatte (ein 1,80m großer Warmblüter mit viel Masse), ging es bergauf. Schon bald ließ sie sich ordentlich aufhalfter, auch auf der Weide und es wurde von Tag zu Tag besser. Sie lernte schnell, das eingefangen werden nichts schlimmes bedeutet. Wir machten in diesem Sommer unsere ersten Spaziergänge und schon im Frühjahr des nächsten Jahres war sie so sicher, das sie mir auf bekannten und unbekannten Wegen lieb folgte. Nach über einem Jahr zogen wir dann im September 2011 erneut um. Es gab einige differenzen mit der damaligen Stallbesitzerin, auf die ich hier aber nicht weiter eingehen möchte. 

In Stall Nr. 4 setzten wir das fort, was wir zuvor erarbeitet haben. Nessi wuchs und gedeihte, lernte viel und war schon bald im Gelände recht unerschrocken. Wir machten uns im Spätwinter/Frühjahr 2012 an die ersten Longierversuche und es klappt (je nach Laune vom Pony) schon ganz gut. Ende April im selben Jahr stand für Nessi dann ihre zweite große Reise an: Der Umzug nach Hessen. Ehe ich Ende Mai folgen würde, ließ ich Nessi schon vier Wochen zuvor herunter transportieren. Sie bezog von Juni bis Oktober einen Platz auf einer Sommerweide in einer reinen Stutenherde. Ich habe sie in der Zeit nach meinem Umzug nur 2x besucht. Ich wollte sie dort vollkommen in Ruhe lassen, sie sollte ihren Sommer genießen. Und die Sommerweide tat ihr richtig gut. Ende September habe ich Nessi dann gemeinsam mit dem Mann meiner jetzigen Stallbesitzerin abgeholt und sie in ihr derzeitiges Zuhause gebracht. Sie steht jetzt in einer Paddockbox mit tägl. Auslauf (im Winter "Matschkoppel", im Sommer Weide) in einem Ort, keine 10km von mir entfernt. Sie fühlt sich dort richtig wohl, hat sich super eingelebt und tritt dieses Jahr das Leben als Reitpony an. 

Die ersten "Gehversuche" haben wir bereits hinter uns, inclusive Sturz und Bänderdehnung im linken Fuß meiner Seits. Aber sie hat sich bisher richtig gut angestellt und läuft unter mir (als Handpferd) so brav, als säße ich garnicht oben drauf. Jetzt wird fleißig auf einen baumlosen Sattel gespart, sodass ich hoffentlich zu Ende des Jahres etwas mehr reiten kann. Ohne Sattel ist es doch etwas gefährlich und unsicher. Und da wir am Stall weder Reitplatz noch Halle haben, müssen wir meist notgedrungen ins Gelände ausweichen.


Meine Ziele/Pläne? Nessi soll sicher in alle drei Gangarten im Gelände zu reiten sein. Dieses Ziel möchte ich gerne bis zum Herbst 2014 erreichen. Später soll sie dann soweit trainiert werden, das sie längere Strecken (Wanderritte oder auch Distanzstrecken) ohne Probleme absolvieren kann. Ich bin sehr gespannt, wie meine Maus sich machen wird!